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	<title>nott&#039;s notes-Archiv - Infinigon Capital</title>
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		<title>Tariffs</title>
		<link>https://infinigon-capital.com/notts-notes/tarrifs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Infinigon GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Sep 2025 17:52:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[nott's notes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PDF Download Wie US-Zölle den Europäern langfristig helfen können Liebe Leser, ich lebe nun schon seit fast 20 Jahren in New York City, und es gibt nach wie vor sehr viel Positives in den Vereinigten Staaten &#8211; etwa die Innovationskraft, die Dynamik sowie die Kultur des Scheiterns. Die Amerikaner sind mit ihrer „Glas-halbvoll“ &#8211; Mentalität, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="PDF Version" href="https://www.infinigon-capital.com/wp-content/uploads/2025/09/Notts-Notes-09.2025.pdf"><br />
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</a></p>
<h2>Wie US-Zölle den Europäern langfristig helfen können</h2>
<p>Liebe Leser,</p>
<p>ich lebe nun schon seit fast 20 Jahren in New York City, und es gibt nach wie vor sehr viel Positives in den Vereinigten Staaten &#8211; etwa die Innovationskraft, die Dynamik sowie die Kultur des Scheiterns. Die Amerikaner sind mit ihrer „Glas-halbvoll“ &#8211; Mentalität, ihrem unerschütterlichen Optimismus sowie der Freundlichkeit und dem Respekt anderen gegenüber, was die meisten, die schon einmal hier zu Besuch waren, erlebt haben, nach wie vor inspirierend.</p>
<p>Aber ich frage mich, seit ich hier lebe und arbeite &#8211; nicht nur als Schwabe -, warum fast alles, was man zum täglichen Leben braucht, hier so viel teurer ist als in Europa: Lebensmittel, Mieten, Versicherungsprämien (Kfz-Versicherungen sind locker drei- bis fünfmal so teuer) etc.</p>
<p>Tatsächlich sehe ich die Ursachen unter anderem in einem über Jahrzehnte aufgestauten Investitionsstau in traditionellen Sektoren wie Bau, Landwirtschaft, Verkehr, Maschinenbau, Logistik etc. Die dadurch entstehenden hohen laufenden Kosten werden direkt auf die Konsumenten übergewälzt &#8211; die in den USA, anders als in Deutschland, in der Regel keine „Geiz ist geil“ Mentalität haben &#8211; finden aber auch in den Produktionskosten ihren Niederschlag.</p>
<p>Wer in den USA übers Land fährt, sieht massenhaft vernachlässigte Fabrikgebäude, Werkstätten und andere Gewerbeimmobilien.</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/1.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/2.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Straßen werden ausgebessert, statt von Anfang an solide gebaut (okay, immerhin sind sie dann schneller fertig). Auf ihnen fahren oft veraltete Trucks, die weder energieeffizient sind noch höheren Sicherheitsstandards entsprechen.</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/3.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Elektrische Leitungen verlaufen über Land, was einen erheblichen Wartungsaufwand und damit hohe laufende Kosten verursacht. Auch die mangelnde Energiedämmung im ganzen Land treibt die Produktionskosten zusätzlich in die Höhe. </p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/4.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/5.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Wer an einer Baustelle vorbeikommt, sieht oft Arbeitsgeräte aus dem Analogzeitalter. Zugfahrten sind ein nostalgisches Erlebnis &#8211; nicht nur, was die Geschwindigkeit und Komfort betrifft. Die Fahrkarten werden noch von Hand gelocht und Schulbusse scheinen aus dem vorigen Jahrhundert. Ich könnte noch vieles mehr aufzählen. </p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/6.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/7.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/8.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<h2>Was sind die Gründe hierfür?</h2>
<p>Soweit ich das als „Nicht-Volkswirt“ beurteilen kann:</p>
<p>•	kurzfristige Gewinnmaximierung &#8211; es wird ausgeschüttet statt reinvestiert. Warum sparen, wenn man sich und anderen zeigen kann, dass man es „geschafft hat“? Konsumieren statt investieren. Viele Firmengründer haben schon oft vor der Gründung den Exit im Sinn.</p>
<p>•	„Don’t fix what isn’t broken“ &#8211; ein Satz, den ich gleich nach meiner Ankunft lernte, als ich darauf bestand, dass der Hausmeister ein paar Dinge in unserer Wohnung aufbessert.</p>
<p>•	Günstige Arbeit &#8211; über Jahrzehnte war Arbeit in den USA, nicht zuletzt wegen des Zustroms von jährlich 1-1,5 Mio. Migranten, ein günstiger Produktionsfaktor. Das hat Investitionen in Produktivkapital unattraktiv erscheinen lassen.</p>
<p>•	„Red Tape“ &#8211; Vorschriften und Bürokratie sowie die Zersplitterung von Zuständigkeiten stellen ein großes Hindernis dar. Zwar hat der aktuelle Präsident Abhilfe versprochen, doch ob die „Kettensägen-Methode“ des Tesla-Milliardärs &#8211; der mittlerweile das Interesse daran verloren hat &#8211; der richtige Ansatz ist, bleibt fraglich und wird sich zeigen. Zudem wird Regulierung von Lobbygruppen sogar als Waffe gegen mögliche Wettbewerber genutzt: Hohe Einstiegshürden dienen als Schutzwall, welcher die Innovation bremst und damit dem Konsumenten bessere Produkte vorenthält. Ein gutes Beispiel dafür sind Schulbusse, die technologisch noch immer weitgehend auf dem Stand der 1990er Jahre sind.</p>
<p>•	Das Rechtssystem &#8211; astronomisch hohe Schadensersatzansprüche (wer kennt die Geschichte mit dem zu heißen Kaffee?), treiben die Versicherungskosten für Gewerbetreibende in schwindelerregende Höhen. </p>
<p>Wie oben bereits erwähnt: Jede Medaille hat zwei Seiten. Der fehlende Fokus und Mangel an langfristiger Planung und Investitionen in die Zukunft ist zugleich der Treibstoff für Innovation und Dynamik. Man könnte sagen, die damit verbundenen hohen und laufenden Kosten für die Volkswirtschaft sind die Optionsprämie für den laufenden Wandel. </p>
<h2>Schlussfolgerung</h2>
<p>Die USA sind aufgrund der hohen Kostenbelastung in vielen &#8211; insbesondere traditionellen &#8211; Wirtschaftssektoren global kaum wettbewerbsfähig. Ihre eigentliche Stärke zeigt sich in den Zukunftstechnologien. Dort stehen nahezu unbegrenztes Kapital, eine Regulierung, die der Entwicklung hinterherläuft, und der Zugang zu hochmotivierten Spitzentalenten zur Verfügung. Doch diese Bereiche werden langfristig nur wenige Arbeitsplätze schaffen &#8211; im Gegenteil. </p>
<p>Vor diesem Hintergrund erscheint die Abschottungspolitik des aktuellen amerikanischen Präsidenten, auch wenn sie wohl eher instinktgetrieben ist, als logische Konsequenz. Gleichzeitig birgt sie erhebliche Risiken, wenn der Bogen überspannt wird. Das Modell funktioniert nur so lange, wie der Rest der Welt jene Leistungen konsumiert, in denen die USA führend sind &#8211; beispielsweise Social Media, Rüstung, Raumfahrt oder möglicherweise Künstliche Intelligenz. Bricht jedoch die globale „Growth-Story“ weg, könnte auch das Silicon Valley wie ein Kartenhaus zusammenfallen.</p>
<h2>Das birgt für die USA folgende Risiken:</h2>
<p>•	Die US-Wirtschaft macht es sich im durch Zölle geschützteren Umfeld „gemütlich“. Innovationen sowie wichtige Investitionen in Produktivkapital &#8211; etwa zur Effizienzsteigerung &#8211; werden, zumindest in traditionellen Branchen, hintenangestellt. Dadurch verliert die US-Wirtschaft international weiter an Wettbewerbsfähigkeit. Einen Exit aus der Abschottungspolitik würde unter diesen Bedingungen zunehmend schwierig. </p>
<p>•	Die Einnahmen durch die Zölle werden im Budget eingeplant und verplant. In einem Land, in dem Sparen nicht gerade zur Kernkompetenz gehört, ist es schwer vorstellbar, dass die immens angewachsenen Staatsschulden durch die Einnahmen aus den Zöllen zurückgefahren und eben nicht verplant und ausgegeben werden. Dies führt langfristig zu einer Abhängigkeit von Zolleinnahmen &#8211; und dazu, dass Zölle bleiben oder künftig bei Bedarf weiter angehoben werden.</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/9.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<h2>Die Chancen für Europa:</h2>
<p>Im Umkehrschluss bedeuten Zölle für Exporteure in die USA nichts anderes als einen willkürlich<br />
verschärften Wettbewerb.</p>
<p>Die Europäer sind jedoch &#8211; durch viele Krisen, Herausforderungen und die Unzulänglichkeiten des Konstrukts „EU“- besonders geübt darin, sich Wettbewerb zu stellen und Lösungen zu finden. Wenn zusätzlich die Erkenntnis wächst, dass wahre Stärke nur aus Einigkeit entsteht, dies auch eingesehen und umgesetzt wird, kann Europa &#8211; und damit die Welt &#8211; profitieren. Ganz im Sinne: Wenn jeder nach sich schaut, ist der Gesamtheit geholfen.</p>
<p>Es gilt deshalb:</p>
<p>It’s now or never! </p>
<p>Ich persönlich wünsche mir das es allen gut geht. </p>
<p>Mit besten Grüßen, Ihr</p>
<p>Jürgen Nott </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://infinigon-capital.com/notts-notes/tarrifs/">Tariffs</a> erschien zuerst auf <a href="https://infinigon-capital.com">Infinigon Capital</a>.</p>
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		<item>
		<title>Zu Besuch bei der LSTA-Konferenz</title>
		<link>https://infinigon-capital.com/notts-notes/zu-besuch-bei-der-lsta-konferenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Infinigon GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2025 13:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[nott's notes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PDF Download Noch nie so erlebt&#8230; Liebe Leser, Letzte Woche fand in New York die renommierte LSTA-Konferenz statt und ich durfte mit dabei sein. In diesem Rahmen hatte ich mehrere persönliche Gespräche mit verschiedenen Loan- und CLO-Managern aus den USA. Wie gewohnt, hatte ich meine Frageliste zuvor mit den Kolleginnen und Kollegen in Düsseldorf abgestimmt [&#8230;]</p>
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</a></p>
<h2>Noch nie so erlebt&#8230;</h2>
<p>Liebe Leser,</p>
<p>Letzte Woche fand in New York die renommierte LSTA-Konferenz statt und ich durfte mit dabei sein. In diesem Rahmen hatte ich mehrere persönliche Gespräche mit verschiedenen Loan- und CLO-Managern aus den USA.</p>
<p>Wie gewohnt, hatte ich meine Frageliste zuvor mit den Kolleginnen und Kollegen in Düsseldorf abgestimmt und war gut vorbereitet.<br />
Was mich jedoch vollkommen überrascht hat, war die ausgesprochen defensive Haltung der amerikanischen Manager – fast schon entschuldigend mir gegenüber als Europäer.<br />
Sie sind sich offenbar sehr bewusst, wie kritisch die Stimmung in Deutschland derzeit gegenüber der aktuellen US-Administration ist. Ein Manager berichtete sogar von einem Treffen in Kanada, bei dem explizit darauf geachtet wurde, dass beim anschließenden Dinner kein amerikanischer Wein serviert wurde.</p>
<p>In meinen über 20 Jahren im CLO-Geschäft habe ich eine solche Zurückhaltung seitens amerikanischer Loan- und CLO-Manager noch nie erlebt. Keiner der Gesprächspartner konnte, oder wollte, ein wirklich optimistisches Szenario aufzeigen – allenfalls Hoffnung prägte die Einschätzungen. Die Gespräche wie auch die generelle Stimmung lassen sich fast als von Ohnmacht geprägt beschreiben. Wie soll man auch planen, wenn es keine verlässlichen Rahmenbedingungen gibt? </p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild-JN-1-.jpeg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<h2>Die derzeitige Lage</h2>
<p>Ein weiterer Grund für die gedrückte Stimmung ist sicher auch die derzeitige Deal-Flaute: Weder auf der Private-Equity-Seite noch im Loan-Markt, oder im Bereich der CLO-Emissionen, tut sich derzeit viel. Auch die deutlich nachgebenden Aktienkurse von Private-Debt-Asset-Managern tragen zur allgemeinen Verunsicherung bei.</p>
<h2>Stillstand im CLO-Segment</h2>
<p>Im CLO-Segment herrscht weitgehend Stillstand: Die Arbitrage funktioniert aktuell nicht. Als die Loans bei 95/96 notierten, waren AAA-Tranchen zu teuer. Mittlerweile sind die Loans wieder im Preis gestiegen – allerdings eher bedingt durch technische Faktoren wie die Erwartung sinkender Zinsen. Viele sogenannte “Warehouses” sind offen, jedoch fehlt es derzeit schlicht an Möglichkeiten, CLOs am Markt zu platzieren.</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/JN-3-1.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Auch die wirtschaftlichen Indikatoren geben wenig Anlass zur Zuversicht: Sinkende Frachtraten, eine rückläufige Zahl an Frachtschiffen aus China in Richtung USA und Staus in chinesischen Häfen sprechen eine klare Sprache. Investoren die bereits in CLO Investmentstrategien investiert sind profitieren von der Traegheit des Marktes, da gute und attraktive CLO Investments länger im Bestand bleiben dürften.</p>
<p>Wer von Ihnen sich in Charts und Daten zum Thema<br />
“How are US consumers and firms responding to tariffs?”<br />
verlieren möchte, dem kann ich das aktuell “Apollo” Chart Book empfehlen.</p>
<h2>Mein Fazit nach der Konferenz: </h2>
<p>Eine spürbare Ohnmacht, äußerst defensive amerikanische Manager – und die Hoffnung, dass sich die Lage auf irgendeine Weise zum Positiven entwickelt.</p>
<p>Ihr<br />
Jürgen Nott</p>
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		<item>
		<title>Eine Analyse der neuen US-Regierung</title>
		<link>https://infinigon-capital.com/notts-notes/eine-analyse-der-neuen-us-regierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Infinigon GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2025 15:19:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[nott's notes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PDF Download Liebe Leser, heute möchte ich Erkenntnisse und Erfahrungen zur neuen Regierung in den USA mit Ihnen teilen. Vorweg: Mein Anliegen ist es dies so objektiv wie möglich zu tun, ohne meine persönliche Meinung einfließen zu lassen. Es ist zu beobachten, dass der derzeitige Präsident der USA stark polarisiert. Dies kann es auch für [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="PDF Version " href="https://www.infinigon-capital.com/wp-content/uploads/2025/02/Nott´s-Notes-02.2025-1.pdf"><br />
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</a></p>
<p><strong>Liebe Leser,</strong></p>
<p>heute möchte ich Erkenntnisse und Erfahrungen zur neuen Regierung in den USA mit Ihnen teilen.<br />
Vorweg: Mein Anliegen ist es dies so objektiv wie möglich zu tun, ohne meine persönliche Meinung einfließen zu lassen. Es ist zu beobachten, dass der derzeitige Präsident der USA stark polarisiert. Dies kann es auch für Leser und Beobachter herausfordernd machen, Informationen neutral aufzunehmen.</p>
<h2>Wie ist die Stimmung?</h2>
<p>In New York City lässt sich die allgemeine Stimmung als &#8220;frustriert&#8221; beschreiben. Dies liegt besonders daran, da das letzte Fünkchen Hoffnung darauf, dass es diesmal unter Präsident Trump professioneller und weniger chaotisch laufen würde, bereits in den ersten Wochen seiner Amtszeit hemmungslos weggewischt wurde.</p>
<p>Unsere Kinder sind Mitglied in einem Skiclub in Connecticut, was bedeutet, dass man als Elternteil viel Zeit mit anderen Eltern verbringt, wenn man nicht auf Skiern ist. Noch vor wenigen Wochen war die Stimmung optimistisch und zuversichtlich:</p>
<p>Matthew, Private-Equity-Manager: &#8220;Das ist nur sein Stil.&#8221;<br />
Tim, Immobilienmakler: &#8220;Das eine ist für die Medien, das andere ist, was er wirklich tut.&#8221;<br />
Fabien, Hedgefonds-Manager: &#8220;Es muss sich einfach etwas ändern.&#8221;<br />
Andrew, Unternehmer: &#8220;Die Institutionen werden den Schaden schon begrenzen.&#8221;</p>
<p>Alles in allem habe ich eine Sorglosigkeit wahrgenommen, die mich doch sehr verblüffte und mich dazu brachte, mich selbst zu hinterfragen: Sehe ich das Glas nur halbleer, obwohl es halbvoll ist? Ist es unsere Geschichte, die meine Sicht auf die Dinge zu sehr beeinflusst?</p>
<p>Mein Fazit aus vielen Gesprächen: Die Amerikaner scheinen bereit zu sein einiges an Kollateralschäden in Kauf zu nehmen, in der Hoffnung auf radikale Veränderungen &#8211; langfristig &#8220;zum Guten&#8221; &#8211; aus deren Sicht.</p>
<h2>Wie sehen es die Profis?</h2>
<p>Vor wenigen Tagen war ich bei Bloomberg zu einer Veranstaltung mit dem Titel &#8220;Trumponomics&#8221; eingeladen. </p>
<p>Die wichtigsten Erkenntnisse zur Trump Administration die ich dort mitgenommen habe: </p>
<p>1. Chaos als Strategie: Chaos ist kein zufälliges Ergebnis der Persönlichkeit von Trump, es ist Teil seiner Strategie. Ziel ist es, die Übersichtlichkeit zu zerstören, sodass unklar bleibt, was Rhetorik, was eine ausgefallene Idee und was real ist. Eine Journalistin, die ihn bereits seit über zehn Jahren begleitet, bestätigte, dass er diese Taktik bereits als Unternehmer angewendet hat.</p>
<p>2. Der Nachfolger von Präsident Biden zeigt starke narzisstische Züge und sucht ständig das Rampenlicht. Dies führt zu permanentem Streben nach Aufmerksamkeit und ist zugleich auch eine Schwachstelle im &#8220;System Trump&#8221;.<br />
Eine treffende Aussage bringt es auf den Punkt: &#8220;Wenn Trump das Gefühl hat, dass Elon Musk als der eigentliche Präsident und Drahtzieher wahrgenommen wird, dauert es keine 15 Minuten, bis er gefeuert wird.&#8221;<br />
Man darf gespannt bleiben, wie lange es dauert.</p>
<p>3. Alle Mittel sind ihm recht, um die geplanten Ziele zu erreichen. Sie werden mit brachialer Gewalt und kindischer Ungeduld verfolgt. Loyalität geht vor Kompetenz.  Dies geschieht mit der Selbstüberzeugung, dass sich andere Nationen den Interessen des „Deal Makers“ aufgrund des Machtanspruchs des Präsidenten der &#8220;Greatest Nation in the World&#8221; unterordnen müssen.</p>
<p>4. Entscheidungen fällt er spontan &#8211; er ist kein rationaler, sondern ein emotionaler Denker, was zu erratischen Entscheidungen führt.</p>
<p>5. Beratungsresistenz, da ihm seine Lebenserfahrung bestätigt, dass seine Methoden erfolgreich sind. Er hält sich für den einzig Weisen und ist überzeugt davon, es besser als alle anderen zu wissen.</p>
<p>6. Welche Ziele Musk verfolgt und welche Rolle er tatsächlich einnimmt, bleibt ungewiss.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Das Chaos bleibt bestehen – und das wird sich auch nicht ändern. Es gilt sich nicht von der täglichen Flut an Wahnsinn blenden zu lassen, sondern das große Ganze im Auge zu behalten und sich auf die Inhalte zu konzentrieren.<br />
Die Herausforderung für uns alle wird es sein, den Fokus auf das zu richten, was wirklich relevant ist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei, in entscheidenden Momenten die richtige Wahl treffen zu können.</p>
<p>Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute.</p>
<p>Ihr</p>
<p><strong>Jürgen Nott – CEO, Infinigon GmbH</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie gut ist der Wahl-Schilderindikator?</title>
		<link>https://infinigon-capital.com/notts-notes/wie-gut-ist-der-wahl-schilderindikator/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Infinigon GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2024 11:12:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[nott's notes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PDF Download Am Wochenende ergab sich die Gelegenheit, New York City zu verlassen und die letzten Züge des „Indian Summer“ zu genießen. Die Fahrt führte durch Connecticut und Massachusetts – eine Strecke, die wir schon öfter gefahren sind, unter anderem vor der letzten Wahl. Vor vier Jahren war die Strecke von zahlreichen Schildern zur Unterstützung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href=https://www.infinigon-capital.com/wp-content/uploads/2024/10/Notts-Notes-10.2024.pdf title="PDF Version "><br />
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</a></p>
<p>Am Wochenende ergab sich die Gelegenheit, New York City zu verlassen und die letzten Züge des „Indian Summer“ zu genießen. Die Fahrt führte durch Connecticut und Massachusetts – eine Strecke, die wir schon öfter gefahren sind, unter anderem vor der letzten Wahl.</p>
<p>Vor vier Jahren war die Strecke von zahlreichen Schildern zur Unterstützung des vorigen Präsidenten geprägt. Unterstützer der Republikaner waren an verschiedenen Stellen wie Straßenkreuzungen sichtbar und äußerten ihre Meinung energisch und lautstark.</p>
<p>In diesem Jahr hat sich die Situation verändert. Es ist ruhiger. Die Anzahl der Wahlplakate und sichtbaren Unterstützer beider Parteien ist geringer. Während die Unterstützer der Republikaner eher zurückhaltend sind, sieht man deutlich mehr „Committment„ durch Plakate in den Vorgärten.</p>
<p>Auf einer Strecke von etwa 30 Minuten ergab sich eine Verteilung von 42 zu 5 zugunsten der Demokraten.</p>
<p>Natürlich handelt es sich nur um eine Momentaufnahme, aber es wirft Fragen auf. Sind die Unterstützer des Kanditen der Republikaner nach der letzten Amtszeit zurückhaltender geworden? Oder ist es Kamala Harris eher gelungen, ihre Unterstützer „auf die Straße“ zu bringen?</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/4-in-1.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Makro-ökonomische Risiken durch die Wahl, beziehungsweise die angekündigten Maßnahmen bestehen unter anderem durch:</p>
<p>    Mögliche Zölle auf Waren aus China und damit verbunden der Möglichkeit eines Handelskrieges – hier wird die Auswirkung auf die Preissteigerung in den USA von über 4% und auf das Wirtschaftswachstum von minus knapp einem Prozent aus Sicht bis 2028 prognostiziert. (Quelle Bloomberg Economics).<br />
    Die unterschiedlichen Steuerpläne würden die aktuelle Staatsverschuldung der USA von aktuell etwas über 122 % des GDP bis ins Jahr 2034 auf 130 % (Maßnahmen Harris/Walz) beziehungsweise über 150 % anwachsen lassen (Maßnahmen Trump/Vance) (Quellen: Prognose Congressional Budget Office, Bloomberg Economics ; https://www.bloomberg.com/features/2024-trump-harris-economics-plan-models/?srnd=homepage-americas&#038;sref=euvt2DU6)<br />
    Entscheidend wird sein, welche Partei es schafft, in den Swing States Wähler zu mobilisieren, und ob die Migration von jüngeren und oft gut ausgebildeten Fachkräften zum Beispiel nach Florida und Texas Einfluss auf die Wahl hat.<br />
    Meine Prognose: Auch wenn die Popularität aktuell eher Kamala Harris gehört, das Rennen um die Präsidentschaft wird denkbar knapp ausgehen.</p>
<p>Die Wahlen, aber auch die anhaltenden geopolitischen Veränderungen und Risiken, bleiben für Investoren eine laufende Herausforderung.  Und damit bleiben auch aktiv gemanagte CLO Investmentstrategien durch ihr ausgewogenes Risko-/ Returnprofil ein attraktiver Baustein einer professionellen Asset Allokation.</p>
<p>Ihnen noch schöne Herbsttage und falls Sie es feiern sollten ein</p>
<p>Happy Halloween aus New York City</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild5-1.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://infinigon-capital.com/notts-notes/wie-gut-ist-der-wahl-schilderindikator/">Wie gut ist der Wahl-Schilderindikator?</a> erschien zuerst auf <a href="https://infinigon-capital.com">Infinigon Capital</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was tut sich in den USA?</title>
		<link>https://infinigon-capital.com/notts-notes/was-tut-sich-in-den-usa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Infinigon GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jan 2024 08:11:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[nott's notes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.infinigon-capital.com/?p=12996</guid>

					<description><![CDATA[<p>PDF Download Liebe Leser, in den letzten Wochen hatte ich Gelegenheit mit einigen US-Senior-Bänkern und der Asset Management-Welt über die allgemeine Lage zu sprechen. Was mir im Gegensatz zu den letzten Jahren auffiel, ist eine sachlichere bis kritischere Sicht der Dinge. Insbesondere geopolitische Themen, welche nach meiner Erfahrung über Jahre ausgeblendet wurden, sind wieder auf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://infinigon-capital.com/notts-notes/was-tut-sich-in-den-usa/">Was tut sich in den USA?</a> erschien zuerst auf <a href="https://infinigon-capital.com">Infinigon Capital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href=https://www.infinigon-capital.com/wp-content/uploads/2024/01/Notts-Notes-1.pdf title="PDF Version "><br />
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</a></p>
<p>Liebe Leser,</p>
<p>in den letzten Wochen hatte ich Gelegenheit mit einigen US-Senior-Bänkern und der Asset Management-Welt über die allgemeine Lage zu sprechen. Was mir im Gegensatz zu den letzten Jahren auffiel, ist eine sachlichere bis kritischere Sicht der Dinge. Insbesondere geopolitische Themen, welche nach meiner Erfahrung über Jahre ausgeblendet wurden, sind wieder auf der Agenda. Mein Eindruck ist, dass es etwas gedauert hat, aber jetzt doch verinnerlicht wurde, dass sich bestimmte geopolitische Parameter ändern werden.</p>
<p>Nach dem GDP gerechnet wählt die Hälfte der Welt in diesem Jahr. Quo Vadis USA?</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/youretooold.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<h2>Wohin steuert die USA politisch? Was oder wer kann “the Donald” noch stoppen?</h2>
<p>Seit dem Rückzug von DeSantis bleibt nur noch Nikki Haley im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur als Konkurrentin übrig. Steigen somit die Chancen für “the Donald” (wie er einst beim “Dinner der Reporter” von Obama genannt wurde)?</p>
<h2>Wie könnte sich “the Donald” selbst stoppen? </h2>
<p>Den Grundstein hat er selbst gelegt: seine Einmischung ins Wahlergebnis 2020 sowie die Lügen darüber, welche er immer noch wie gestern in New Hampshire weiterhin propagiert. </p>
<p>Alles in allem werden Trump 91 Vergehen vorgeworfen, unter anderem an zwei Landesgerichten, wie auch an zwei unterschiedlichen Bundesgerichten. Bei allen Verfahren kann das Strafmaß eine reelle Gefängnisstrafe sein. Bei einem Zivilprozess in New York geht es um das Business, was weitreichende Konsequenzen für das „Unternehmen Donald Trump“ haben kann. Einige Gerichtsverfahren sind darauf ausgerichtet ihn von der Präsidentschaftskandidatur zu disqualifizieren. Die Urteile könnten noch in die Zeit des Rennens um die Präsidentschaft fallen. Hier sind insbesondre die Verfahren in Georgia und Washington DC wegen Wahlbeeinflussung relevant. Bei beiden Verfahren ist der Ausgang offen, zumindest nach Einschätzung der Rechtsgelehrten in den USA.</p>
<p>Hier ein Überblick der für die Präsidentschaftswahl wichtigsten Verfahren:</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/indiction.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /><figcaption style="color:#666; font-style:italic;">Quelle: New York Times Jan 2024</figcaption></figure>
<h2>Kann sich die Herausforderin Nikki Haley doch durchsetzen? </h2>
<p>Dies hängt nach der Wahlniederlage in New Hampshire am seidenen Faden, da sie auch in anderen Umfragen weit zurück liegt.  Selbst in ihrem “Home State South Carolina” sieht es aktuell wenig hoffungsvoll aus.</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/polls.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Es wird entscheidend sein, ob die Großsponsoren aus Wirtschaft und Finanzen sie weiterhin unterstützen. Am 30. Januar findet in New York ein hochkarätig besetztes Fundraising Dinner statt, bei dem es für Nikki Haley um alles geht. Bekommt sie dort die Unterstützung versagt, ist das Rennen gelaufen. Aktuell scheint die Wahlkampf-Kriegskasse für Haley noch gut gefüllt zu sein. Allein im letzten Jahr hat sie nach eigenen Angaben 24 Mio. USD einsammeln können. Wenn Haley bis dahin durchhält, wird South Carolina zum “make it or break it”-Test. </p>
<p>An den bereits gebuchten Sendezeiten wird es nicht liegen:</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/airwar.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<h2>Was könnte die Strategie hinter einer weiteren Unterstützung von Nikki Haley sein? </h2>
<p>Zum einen die oben beschriebenen Fallstricke, die sich “the Donald” selbst zuzuschreiben hat, zum anderen kann in seinem Alter immer noch etwas anderes dazwischenkommen. </p>
<p>Ich kann noch eine andere Theorie anbieten, was hinter einer möglichen weiteren Unterstützung von Nikki Haley stecken könnte. Wenn Nikki Haley es schaffen würde, sich als Präsidentschaftskandidatin durchzusetzen, wäre sie durchaus wählbar. Sowohl von den Republikanern wie auch von Demokraten, welche Biden mittlerweile eher skeptisch sehen (und dafür gibt es eben auch viele Gründe). Den “Donald Gläubigen” bliebe dann auch keine andere, zumindest demokratische Wahl, außer für Haley zu stimmen. Unterm Strich sehe ich die Chancen Biden zu schlagen höher, wenn Haley das Präsidentschaftsrennen macht, als mit “the Donald”. Allerdings wird es erst mal davon abhängen, ob sich der Glaube an einen Sieg Haleys bei den Sponsoren, wie auch bei den Wählern für die Vorwahlen durchsetzt.</p>
<h2>Wo liegen die Chancen?</h2>
<p>Sollten auch Sie nicht die berühmte Glaskugel haben, dann kann die Konsequenz nur Diversifikation, Diversifikation und Diversifikation sein! </p>
<p>An dieser Stelle freuen wir uns, dass wir für Sie, liebe CLO-Investoren*innen, in 2023 zweistellige Renditen erwirtschaften konnten. Unser Base Case Szenario sieht auch für das Jahr 2024 eine Fortsetzung diesen positiven Trends für CLOs in Ihrem Fixed Income Portfolio. </p>
<p>Ihnen wünsche ich auch für dieses Jahr ein “gutes Händchen” beim Investieren, sowie privat viel Freude, schöne Momente, Gesundheit und ausreichend Zeit für alles, was Ihnen wichtig ist. </p>
<p>Ihr<br />
Jürgen Nott</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://infinigon-capital.com/notts-notes/was-tut-sich-in-den-usa/">Was tut sich in den USA?</a> erschien zuerst auf <a href="https://infinigon-capital.com">Infinigon Capital</a>.</p>
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		<title>„Living in a box – Living in a cardboard box” oder geht der Amerikanischen Mittelschicht die Luft aus?</title>
		<link>https://infinigon-capital.com/notts-notes/living-in-a-box-living-in-a-cardboard-box-oder-geht-der-amerikanischen-mittelschicht-die-luft-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Infinigon GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Sep 2023 06:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[nott's notes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PDF Download Jürgen Nott, CEO und Gründer von Infinigon GmbH: Der Song geht mir aktuell nicht mehr aus dem Kopf – nur habe ich den Text angepasst: „Livin in a bubble – Living in a finance bubble“ Die letzten Wochen habe ich in New York und Chicago verschiedene Private Debt Asset Manager getroffen und war [&#8230;]</p>
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</a></p>
<p>Jürgen Nott, CEO und Gründer von Infinigon GmbH:</p>
<p>Der Song geht mir aktuell nicht mehr aus dem Kopf – nur habe ich den Text angepasst:	 „Livin in a bubble – Living in a finance bubble“</p>
<p>Die letzten Wochen habe ich in New York und Chicago verschiedene Private Debt Asset Manager getroffen und war verwundert, wie Makrorisiken zum Teil komplett ausgeblendet werden. </p>
<p>Ein CIO meinte: Er fragt immer seine Kolleginnen und Kollegen, ob sie eine Rezession in ihrem Umfeld sehen? Da wurde mir klar: insbesondere in den USA leben und arbeiten die Asset Manager Kolleginnen und Kollegen seit der Pandemie erst recht in einer “Bubble”. Insbesondere das Private Debt Segment scheint hinsichtlich Deal Size und dem Einkommen der Spezialisten keine Grenzen mehr zu kennen. Das Selbstverständnis hat längst das der großen Investmentbanker als “Master of the Universe” abgelöst, zumindest entsteht der Eindruck auf deren Konferenzen. </p>
<p>Die Büros der ehemals Nischenspezialisten im Private Credit Segment stehen dem alten Glanz der Banken in nichts mehr nach. Aber der wesentliche Grund, der meines Erachtens zum “Bubble Effekt” beiträgt, ist der gewachsene abgegrenzte Lebensstil vieler Investment-spezialisten seit der Pandemie. Entweder sind diese ganz aus den Städten weggezogen, beispielsweise auf die ländlichen Hamptons, oder in luxeriöse Wohlstandsoasen in Texas und Florida, oftmals in sogenannte “Gated Communities” (geschlossene und bewachte Wohnkomplexe).</p>
<p>Vor der Pandemie und dem Zwang ins Büro zu kommen waren die Investmentspezialisten gezwungen sich mit der “Durchschnittsrealität” auseinanderzusetzen. Sei es in der Subway, auf dem Highway, oder einfach auf einem anderen Weg ins Büro. Jeden Tag waren meine Kolleginnen und Kollegen hier mit der Realität konfrontiert, was nun abhandengekommen ist. Deshalb wundert es mich nicht, dass meine Gesprächspartner erstaunt sind, wenn ich meine Wahrnehmung der Lage für die “Average People” mit ihnen teile. Sie sehen nicht, was ich und viele Millionen US-Bürger sehen.</p>
<h2>Folgend ein weiteres Beispiel:</h2>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/USOPEN.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Auf der einen Seite werden bei den US Open in New York bei Rekordbesucherzahlen Rekordpreise für Tickets genommen. Dieses Jahr kosteten selbst die billigsten Tickets für die Nebenplätze über 200 USD im Zweitmarkt und bis zu 20.000 USD für beste Plätze zum Herrenfinale. Die 0.5l Büchse Bier kostete übrigens 15 USD – da können sich die Oktoberfestbrauereien noch eine Scheibe abschneiden. Anmerkung: “So gut kann kein Bier sein, dass es für 15 USD noch schmeckt… (als Schwabe)”. Für Essbares musste man schon 20 USD und mehr hinlegen. </p>
<p>Auf der anderen Seite ächzt die Masse der Amerikaner unter den generell steigenden Kosten.<br />
Daher: „Alles muss raus“ – Amerikaner im Downsizing-Modus – aber wie, wenn niemand kauft?</p>
<p>Für Geschäftstreffen in Boston nehme ich ganz gerne die etwas schönere Route durch Zentral Connecticut. Seit einigen Monaten beobachte ich, dass immer mehr Amerikaner dort alles Mögliche zum Verkauf vor ihr Haus stellen. Downsizing – man trennt sich von allem, was man in besseren Zeiten angeschafft hat und jetzt als „doch nicht mehr unbedingt benötigt“ deklariert.</p>
<p>Wie bereits in der Finanzkrise, sowie durch die Pandemie hindurch, hat sich gezeigt, dass die Amerikaner weniger Probleme damit haben ihren “gefühlten” Lebensstandard dem anzupassen, was sie für machbar empfinden. Dies erklärt auch den Konsumrausch nach den massiven Hilfen der Regierung.</p>
<p>Was mir dieses Mal aber auffällt ist, dass alles, was vor Haus und Hof steht, seit Monaten zum Verkauf angeboten wird, aber offensichtlich generell keine Käufer findet.</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild2.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild3-1.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild4-1.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild5.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<h2>Was bedeutet das für die amerikanische Mittelschicht?</h2>
<p>Wir verzeichnen einen Rekordstand der Kreditkartenschulden bei Zinsen von über 25% (p.a.).</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild6.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild7.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Auch in anderen (nicht Mortgage) Kreditkategorien (wie Auto-Loans und Student-Loans) sehen wir einen massiven Anstieg der Kreditvolumen:</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild8.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild9.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Auto-Loans: Das ausstehende Volumen ist trotz massivem Zinsanstieg auf einem Allzeithoch</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild10.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/Bild11.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<p>Das Fazit aus meiner Sicht: Diese Entwicklungen und Maßnahmen sind ein weiteres klares Indiz dafür,<br />
dass – neben den üblichen Statistiken – der Mittelschicht jetzt auch langsam, aber sicher die finanzielle Luft ausgeht.</p>
<p>Ihr Jürgen Nott</p>
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		<title>Debt Ceiling – Wird der weiße Elefant zum schwarzen Schwan?</title>
		<link>https://infinigon-capital.com/notts-notes/debt-ceiling-wird-der-weisse-elefant-zum-schwarzen-schwan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Infinigon GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2023 06:20:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[nott's notes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>PDF Download Die USA hat ein 31.38 Billionen USD-Problem. Dabei handelt es sich um die Defizitgrenze, die im Sommer angehoben werden muss, damit ein Zahlungsausfall der USA verhindert wird. Es geht dabei nicht um die Finanzierung von neuen Schulden, sondern lediglich um die Zahlung bereits bestehender und beschlossener Verbindlichkeiten. Aktuell gehen die Märkte davon aus, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://infinigon-capital.com/notts-notes/debt-ceiling-wird-der-weisse-elefant-zum-schwarzen-schwan/">Debt Ceiling – Wird der weiße Elefant zum schwarzen Schwan?</a> erschien zuerst auf <a href="https://infinigon-capital.com">Infinigon Capital</a>.</p>
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</a></p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/JN1-1.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<h2>Die USA hat ein 31.38 Billionen USD-Problem. </h2>
<p>Dabei handelt es sich um die Defizitgrenze, die im Sommer angehoben werden muss, damit ein Zahlungsausfall der USA verhindert wird. Es geht dabei nicht um die Finanzierung von neuen Schulden, sondern lediglich um die Zahlung bereits bestehender und beschlossener Verbindlichkeiten. </p>
<p>Aktuell gehen die Märkte davon aus, dass den USA im August das Geld ausgehen wird; Moodys hat die Prognose bereits von August auf Juni korrigiert. Es könnte also auch schon früher der Fall sein. Entscheidend sind hier die Steuereinkünfte und da sieht es bisher eher bescheiden aus. Die US-Steuerbehörde (IRS) hat laut CNN lediglich 56 % der geplanten Steuern bisher vereinnahmt.  </p>
<p><strong>Das Problem ist bekannt &#8211; und dennoch ein schwarzer Schwan?</strong></p>
<p>Wir haben in den letzten Wochen unser Netzwerk in den USA genutzt, um nachzufragen, inwieweit die Anhebung des Schuldenlimits ein Risiko sein könnte. Ich habe mich in New York mit Mitarbeiter von Banken, Analysten sowie Asset Manager aus den Bereichen Private Debt, Private Equity und Direct Lending getroffen. </p>
<p>Fast ohne Ausnahme wird davon ausgegangen, dass es auch dieses Mal eine Einigung gibt. Ich wurde teilweise sogar mit großen Augen angesehen, wie ich mir dazu Gedanken machen könnte. Wahrscheinlich hat sich der ein oder andere gedacht &#8211; &#8220;typisch deutscher Pessimismus und versteht nichts davon, wie es in Washington abläuft?”.</p>
<p><strong>Warum „Schwarzer Schwan“? &#8211; … fast kein Marktteilnehmer stuft das Risiko als real ein.   </strong></p>
<p>Warum könnte es dieses Mal anders sein?</p>
<p>Bisher war es auch in Washington so, dass sich am Ende das Wohl der USA sowie rationale Überlegungen durchgesetzt haben. Seit einigen Jahren hat allerdings die Zahl der Politiker in Washington, denen man unterstellen kann eine ideologische Politik über Sachpolitik zu stellen, deutlich zugenommen. Beispiele sind z.B.: </p>
<p>George Santos. Ein Republikaner, der nachweislich über einen gefälschten Lebenslauf in den Kongress gewählt wurde und immer noch dort sitzt, weil offensichtlich Macht über Werte zu stehen scheint. </p>
<p>Dann gibt es noch eine Gruppe von 20 ultrakonservativen Republikanern, die ihre Macht bereits bei der Wahl des Haussprechers Kevin McCarthey haben spielen lassen: er brauchte 15 Anläufe, um von deren Gnaden gewählt zu werden &#8211; mit erheblichen Zugeständnissen an diese Gruppe (unter anderem kann ein einzelner Abgeordneter eine Neuwahl des Haussprechers beantragen). </p>
<p>Die Herausforderungen und damit die Probleme liegen darin, dass:<br />
•	Sowohl die Republikaner sich uneins sind &#8211; McCarthey hat seinen Vorschlag zur Verhandlung des Schuldenlimits mit einer denkbar knappen Mehrheit von 2 Stimmen durchgebracht<br />
•	Die Mehrheit der Republikaner im „House of Representatives“ mit 222 Republikanern zu 213 Demokraten sehr knapp ist<br />
•	Sich im Senat 51 Demokraten 49 Republikanern gegenüberstehen<br />
Das Risiko liegt darin, dass innerhalb der Republikaner des „House of Representatives“ und im Senat die Mehrheiten knapp sind. Das gibt auf den verschiedensten Ebenen einzelnen Abgeordneten enorme Macht gegenüber ihrer eigenen Partei, oder auch der anderen Partei Beschlüsse zu verhindern. </p>
<p>Dies, gepaart mit einer größeren Anzahl Politiker, denen man unterstellen darf, dass sie ideologische Prioritäten und/oder skrupellosen Machterhalt vor vernünftige Sachpolitik und das Wohl des Landes stellen, ist das Risiko, dass es dieses Mal anders sein könnte als bisher. </p>
<p>Dazu kommt noch &#8211; egal was passiert &#8211; es geht immer auf die Uhr des amtierenden Präsidenten; die Gelegenheit ein Desaster anzuzetteln, um es Joe Biden anzuhängen. </p>
<p>Bin ich in der Sache noch zu sehr der pessimistische Schwabe und sehe das Glas halbleer &#8211; oder sind die Amerikaner in dem Fall zu optimistisch?</p>
<p>Entscheiden Sie selbst &#8211; Ihre Meinung dazu ist so gut wie jede andere.</p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/JN2-2.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
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		<title>Der Tennisschläger-Index</title>
		<link>https://infinigon-capital.com/notts-notes/der-tennisschlaeger-index/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Infinigon GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2022 08:37:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[nott's notes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Tennisschläger-Index Wer aktuell außerhalb von New York City auf dem Land unterwegs ist, sieht reihenweise Autos und zum Beispiel Wasserfahrzeuge zum Verkauf, jedoch fast keine Immobilienschilder „For Sale“ mehr. Das passt zum Kollaps des Gebrauchtwagenmarktes. Insbesondere bei Auto-Loans und den damit verbundenen Verpackungen von Auto-Loans ABS treffen eine Verschlechterung der Kreditqualität der Kreditnehmer und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://infinigon-capital.com/notts-notes/der-tennisschlaeger-index/">Der Tennisschläger-Index</a> erschien zuerst auf <a href="https://infinigon-capital.com">Infinigon Capital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Der Tennisschläger-Index</h2>
<p>Wer aktuell außerhalb von New York City auf dem Land unterwegs ist, sieht reihenweise Autos und zum Beispiel Wasserfahrzeuge zum Verkauf, jedoch fast keine Immobilienschilder „For Sale“ mehr.</p>
<p>Das passt zum Kollaps des Gebrauchtwagenmarktes. Insbesondere bei Auto-Loans und den damit verbundenen Verpackungen von Auto-Loans ABS treffen eine Verschlechterung der Kreditqualität der Kreditnehmer und ein rasanter Verfall der Gebrauchtwagenpreise (die als Sicherheit dienen) zusammen. Was die Kreditnehmer angeht, so betrifft insbesondere der sogenannte Subprime Bereich bei Auto-Loans. Was wieder einmal zeigt, dass entscheidend ist was in der Verpackung steckt.</p>
<p><strong>Der Tennisschläger-Index (by J</strong><strong>ü</strong><strong>rgen Nott)</strong></p>
<p>Hinsichtlich der Inflation kann ich aus meiner eigenen Beobachtung bei Konsumentenpreisen Entwarnung geben. Es gibt wieder „discounts“, buy one-get one free, oder die Preise fallen einfach. Wie z.B. bei Tennisschläger; Ich habe den ersten Wilson Pro Staff 97 V13 zu 189 USD gekauft, den zweiten dann für 209 USD und bin dann beim Pandemiepreis von 289 USD ausgestiegen (zu sehr Schwabe). Letzte Woche habe ich mir denselben Schläger für 189 USD (bespannt) gekauft.</p>
<p>Ich schließe eine Deflation im Konsumgüterbereich für Q1 nicht aus.</p>
<p>Die Lager sind voll und die Konsumenten fangen an zu streiken oder sind zumindest sehr preisbewusst.</p>
<p><strong>Es wird spannend sein zu sehen, inwieweit die Chinesen mit der Kehrtwende bei der Zero Covid Strategie, ebenfalls einen „Nachholbedarf“, wie wir ihn in den westlichen Ländern beobachten konnten, haben werden.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://infinigon-capital.com/notts-notes/der-tennisschlaeger-index/">Der Tennisschläger-Index</a> erschien zuerst auf <a href="https://infinigon-capital.com">Infinigon Capital</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Good News für die FED — die NYC Happy Hour ist zurück …</title>
		<link>https://infinigon-capital.com/notts-notes/good-news-fuer-die-fed-die-nyc-happy-hour-ist-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Infinigon GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2022 06:56:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[nott's notes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.infinigon-capital.com/?p=2515</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aber erst mal zu einer aktuellen Überschrift, die die Lage recht gut beschreibt: &#160; Investoren, die sich seit den Zeiten von Bernanke auf die Hilfe der FED verlassen haben, wurden mit den drastischen Zinserhöhungen enttäuscht. Die FED, jahrelang ein zuverlässiger Freund der „buy the dip“-Community, wurde aktuell zum bekennenden Gegenspieler. Da gilt dann die alte [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://infinigon-capital.com/notts-notes/good-news-fuer-die-fed-die-nyc-happy-hour-ist-zurueck/">Good News für die FED — die NYC Happy Hour ist zurück …</a> erschien zuerst auf <a href="https://infinigon-capital.com">Infinigon Capital</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Aber erst mal zu einer aktuellen Überschrift, die die Lage recht gut beschreibt:</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="fontstyle0">Investoren, die sich seit den Zeiten von Bernanke auf die Hilfe der FED verlassen haben,<br />
wurden mit den drastischen Zinserhöhungen enttäuscht. Die FED, jahrelang ein zuverlässiger<br />
Freund der „buy the dip“-Community, wurde aktuell zum bekennenden Gegenspieler.<br />
Da gilt dann die alte Weisheit „spekuliere niemals gegen die Notenbank“.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Auf der anderen Seite steht dem Ziel der Geldwertstabilität das Ziel der Vollbeschäftigung<br />
gegenüber. Seit Monaten mehren sich die Anzeichen, dass viele Amerikaner, gemessen an<br />
dem Ziel der FED, die Wirtschaft abzukühlen, immer noch über ihre Verhältnisse leben. Es<br />
werden die letzten Reserven wie Home Equity oder auch der Verkauf von Assets wie Häusern,<br />
Booten und Autos sowie die Yard Sales genutzt, um den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten.</span></p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/JN1-2.png" alt="" style="width:100%; height:auto;" /><figcaption style="color:#666; font-style:italic;">Dies zeigt sich auch an den bereits rückläufigen Gebrauchtwagenpreisen (s. Abb. links).</figcaption></figure>
<h2>Denkt die FED immer noch so?</h2>
<p><span class="fontstyle0">Was vielleicht vor der Globalisierung noch galt, kann aktuell nicht der Maßstab von Geldpolitik sein. Es sei denn, die FED nutzt ganz gezielt die Schwächung anderer Märkte wie der EU,<br />
um die gewünschte Abschwächung der eigenen Wirtschaft zu erreichen. Dies brächte den für die FED angenehmen Nebeneffekt mit sich, dass sie die Zinsen nicht mehr derart deutlich anheben muss und gegebenenfalls schneller wieder senken könnte, um ihrem Ziel der Vollbeschäftigung wieder stärker nachzukommen. Insbesondere wenn davon ausgegangen werden<br />
kann, dass die Erholung weniger reagibler Wirtschaftsräume wie der EU sich länger hinziehen dürfte. Es wäre schließlich auch politisch nicht nachteilig, wenn man auf die Probleme anderer zeigen könnte.</span></p>
<h2>Die New York City Happy Hour ist zurück!</h2>
<p><span class="fontstyle0">… „good news“ für den Schwaben in mir, „bad news“ für die Wirtschaft, „good news“ für die<br />
FED. Seit ich 2007 nach New York gekommen bin, stelle ich fest, dass der von mir persönlich<br />
beobachtete „New York City Downtown Happy Hour Indikator“ sehr zuverlässig ist.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Ganz gleich ob Finanzkrise, Griechenland-Krise, China-Crash, Pandemie oder wie aktuell die<br />
Fehde der FED gegen den Rest der Investoren, der „Happy Hour Indikator“ spiegelt die wirtschaftliche Lage. Je mehr Happy-Hour-Angebote, um die Gäste in die Bars zu locken, desto<br />
schlechter geht es der Wirtschaft.</span></p>
<p><span class="fontstyle0">Aktuell gibt es allerdings einen Unterschied, denn dieses Mal läuft der Indikator der Wirtschaft<br />
voraus. Mag das daran liegen, dass diese Happy Hour Bars überwiegend von Bankern besucht<br />
werden, die vielleicht dieses Mal die Sehenden sind und bereits auf die Ausgabenbremse<br />
treten &#8230;</span></p>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/JN2-1.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/JN3-1.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
<figure><img decoding="async" src="https://infinigon-capital.com/wp-content/uploads/JN4-1.jpg" alt="" style="width:100%; height:auto;" /></figure>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Demokratie oder Inflation – Biden gegen die FED</title>
		<link>https://infinigon-capital.com/notts-notes/demokratie-oder-inflation-biden-gegen-die-fed/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Infinigon GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2022 07:26:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[nott's notes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.infinigon-capital.com/?p=2488</guid>

					<description><![CDATA[<p>Joe Bidens Mission (aus seiner Sicht) ist es die Demokratie Amerikas zu retten. Und hier kann man durchaus Draghi zitieren „whatever it takes“. Auch das Programm zur Reduzierung der „Student Debt“, das Infrastrukturpaket sowie das „Chips and Sience Act of 2022“ sind Versuche durch Umverteilung und die Schaffung von Jobs die Demokratie zu retten. Joe [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://infinigon-capital.com/notts-notes/demokratie-oder-inflation-biden-gegen-die-fed/">Demokratie oder Inflation – Biden gegen die FED</a> erschien zuerst auf <a href="https://infinigon-capital.com">Infinigon Capital</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Joe Bidens Mission (aus seiner Sicht) ist es die Demokratie Amerikas zu retten. Und hier kann man durchaus Draghi zitieren „whatever it takes“. Auch das Programm zur Reduzierung der „Student Debt“, das Infrastrukturpaket sowie das „Chips and Sience Act of 2022“ sind Versuche durch Umverteilung und die Schaffung von Jobs die Demokratie zu retten. Joe Biden ist (wahrscheinlich zurecht) davon überzeugt, man könnte auch sagen aufgrund der Anti-Demokratie-Bewegung davon besessen, dass es eines gesunden Mittelstands bedarf, um radikale politische Strömungen abzublocken. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob er sich nicht auch, wie vielleicht auch ehemalige und aktuelle deutsche Politiker, zu sehr von den Medien beeinflussen lässt. Mein Eindruck nach einem Roadtrip durch Wyoming und Montana – beides traditionell republikanisch geprägt – ist, dass die Menschen dort, was Bundespolitik in Washington betrifft, eher unpolitisch sind und lediglich traditionell wählen, wie es in ländlichen Regionen auch in Deutschland der Fall ist. „All what matters is what happens in town“ war die Aussage eines Farmers in Landers, WY. Das trifft wohl auf viele ländliche Regionen in den USA zu. Die Menschen dort haben allerdings auch andere Probleme, wie man leicht sieht:</p>
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<p>Damit ist Joe Biden ein geldpolitischer Gegenspieler zu Jerome Powell, der Kapital der Volkswirtschaft entziehen will und muss, um die Inflation im Zaum zu halten. Jerome Powell hat hierzu eine klare Stellung bezogen – er kann als FED nicht gegen eine gegengesetzte Fiskalpolitik agieren – damit bleibt es spannend.</p>
<p>Ich bleibe dabei – am Ende wird der Konsument in den USA den Ausschlag geben, ob die Mission Inflationsbekämpfung mit Soft Landing gelingt. Hier mehren sich die Zeichen, dass dem Konsumenten die Luft ausgeht. Hierfür mehren sich die Zeichen:</p>
<ul>
<li>Kreditkartenschulden steigen weiter (die teuerste Form der Verschuldung)</li>
<li>Das Durchschnittseinkommen der Einkäufer in Discount Stores wie Dollar Tree steigt. Das zeigt, dass auch der Mittelstand anfängt seine Ausgabenverhalten anzupassen.</li>
<li>Es werden mehr generische Marken gekauft, die günstiger sind (Aldi-Effekt)</li>
<li>In den „Backyards“ sieht man immer mehr „Sales“ Schilder, sei es Häuser, Autos oder Boote</li>
<li>Anstieg der Home Equity Loans, um Immobilien zu Cash zu machen.</li>
</ul>
<p>Wie immer, es bleibt spannend und definitiv nicht so, wie es ist.</p>
<p>Ihnen wünsche ich einen schönen September und eine erfolgreiche Hand!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://infinigon-capital.com/notts-notes/demokratie-oder-inflation-biden-gegen-die-fed/">Demokratie oder Inflation – Biden gegen die FED</a> erschien zuerst auf <a href="https://infinigon-capital.com">Infinigon Capital</a>.</p>
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